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Aufbruch am nächsten Morgen, gut verpackt. Obstplantagen, große Zwiebelfelder. In Bellinge an der B 168 riesige Gewächshäuser mit Tomaten, hoch wachsen diese an Schnüren, dazwischen Schienen auf denen Loren beim ernten geschoben werden. Fünen ist der Gemüsegarten Dänemarks. Schweinemastbetriebe, die Gülle wird zur Zeit überall auf die Felder gebracht und verbreitet den feinen Duft. Auf einigen Weiden dürfen die Schweine frei herumlaufen und im Schlamm ungeniert ihren Sauereien nachgehen.
In Haarby und den Dörfern danach fallen mir viele Menschen auf die mit kleinen dänischen Fähnchen am Straßenrand warten, ganze Schulklassen, die Ferien sind hier vorbei. Ich freue mich über den herzlichen Empfang und bedauere es keine deutsche Fahne mitgebracht zu haben. Dann merke ich, alle sehen in die Richtung aus der ich komme. Die Erwartung gilt einem Radrennen. Ich parke am Rand. Es kommen die ersten Begleitfahrzeuge, Polizei auf Motorrädern mit tollen Blaulichtern, zwei blinken vorn eins hinten. Jetzt beginnt dänisches Marketing. Aus den Wagen werden Zeitungsrollen, Baseballkappen und kleine Plastikflaschen mit Mineralwasser geworfen. Wie Karneval in Köln denke ich. Einer Flasche weiche ich aus, der ältere Mann hinter mir wird getroffen. Er trägt es mit sportlicher Fassung, er darf jetzt auch das Wasser trinken. Nun kommen die drei Favoriten, kein Jan Ullrich, wieder Polizeifahrzeuge, Lautsprecherdurchsagen, dann das Hauptfeld, Rettungsfahrzeuge und schon ist alles vorbei.
hier_gibt_es_ersatzteile_fuer_jeden_roller.jpg Endlich erreiche ich gegen Mittag in Bøjden die Fähre zur Insel Als. Eine Stunde Wartezeit, um 13:00 geht die nächste Fähre. Eine nette schweizer Familie ist auch auf dem Rückweg, sie haben über die Westküste Jütland bereist, waren in Skagen und am Limfjord, erzählen von ihrer Reise mit dem Wohnmobil. Sie hatten mich in Fyvesandet gesehen und gleich wieder erkannt. Markante Rollerfahrer sind nicht zu übersehen. 100 Kronen kostet die Überfahrt zur Insel Als. Mein Ticket weist mich als Motorrad mit bis zu zwei Personen aus. Habbi fühlt sich geschmeichelt. Als Moped hätte ich 30 Kronen gespart, Eitelkeit hat seinen Preis und die Dame an der Kasse unnachgiebig, doch sehr freundlich. Die Fähre kommt, öffnet die große Bugklappe. Zuerst fährt ein Sattelzug mit Hänger ein, dann die Motorräder und dann die Autos. So stehe ich hinten neben dem Lkw vor der Heckklappe. Die Bodenbleche sind rutschig. Ringsum hohe Bordwände, durch eine runde Öffnung sehe ich die Schaumkronen auf dem Wasser. Nach oben kann ich nicht, das Schiff legt ab und die "Mopeds" beginnen zu wandern. Kein Seil zum Sichern dabei. Drei Motorradfahrern geht es ebenso. Eine schwere Harley fängt auf ihrem hübschen verchromten Seitenständer an zu rutschen. Gischt kommt fein über und verschmiert Chrom und Lack. Nach 55 Minuten ist Fynshav erreicht. Rückwärts anlegen, vorher öffnet sich die Heckklappe, Motor starten, ab und der Boden schwankt nicht mehr.
Hier gibt es Ersatzteile für jeden Roller.